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Fußballvereine bestanden noch nicht, denn das Spiel wurde von älteren Generationen leidenschaftlich abgelehnt. Glaubten sie doch, dass das neue Spiel der Jugend nur Gesundheitsschäden, nicht aber eine Körperertüchtigung bringen würde.

Durch Besucher aus der Stadt wurde das Fußballspiel auch auf dem Lande mehr und mehr bekannt, und die ältere Generation ließ allmählich von ihrer ablehnenden Haltung ab. Auf Straßen, Plätzen und Kuhwiesen wurde nun gekickt.

Selbstverständlich konnte die Spielerei erst im Laufe der Zeit verfeinert werden, nachdem man den Ball in etwa beherrschen gelernt und auch Regelkenntnisse sich angeeignet hatte. Ermutigt vom Beispiel anderer Vereine der Umgebung, entschlossen sich auch in Keyenberg einige sportbegeisterte Männer einen Fußballverein zu gründen.


Im Frühjahr 1911 wurde in der Gastwirtschaft "Mogge Bäcker" der VfB Keyenberg gegründet. Ein Landwirt stellte Gelände für den Sportplatz zur Verfügung und ein richtiger Lederfußball wurde angeschafft.

Das erste Spiel - in schwarz-gelb gestreifter Tracht - wurde gegen Immerath ausgetragen.

Auf den zahlreichen Sportfesten jener Zeit wurden nicht nur Turniere nach dem K.O.-System ausgetragen, es gab auch andere interessante Übungen wie den Fußballweit und -zielstoß.


Im Jahre 1914 brach dann der erste Weltkrieg aus, und der VfB mußte infolge der Einberufung den Spielbetrieb einstellen.

Im Jahre 1919 lebte der Fußball in Keyenberg dann wieder auf. Bemerkenswert sind aus dieser Zeit zwei Spiele von "internationalem Charakter" gegen eine Mannschaft der französischen Besatzungstruppen. Es gab einen 6-0 Sieg und eine 1-2 Niederlage.

Zu dieser Zeit schloß man sich dem WSV an und bestritt Meisterschafts-spiele mit Gegenern aus dem Gladbach-Rheydter Gebiet. Doch der Erfolg blieb aus und der Verein kam in eine schwere Krise. Der Spielbetrieb musste erneut eingestellt werden.


Im Jahre 1924 wurde der TV Keyenberg gegründet. Das sportliche Leben erfuhr einen ungeahnten Aufschwung im Ort. Fast die gesamte Jugend Keyenbergs schloß sich dem TV an. Die Arbeit im Verein beschränkte sich nicht allein auf das Geräteturnen, sondern auch die Leichtathletik wurde gepflegt.

Mit der Zeit kamen die Freunde des Fußballspiels auch zu Wort, und man spielte mit dem Gedanken den VfB 1911 wieder aufleben zu lassen. Doch dieses Vorhaben scheiterte an dem damaligen Verbandsverbot, das dem aktiven Sportler untersagte, gleichzeitig Mitglied des WSV und der Deutschen Turnerschaft zu sein. Durch die Gründung eines neuen Fußballvereins wäre also das harmonische Sportleben Keyenbergs zerissen worden.


Man löste das Problem, indem man dem Turnverein eine Spielabteilung durch vereinsinterne Abmachung angliederte. So konnten die Sportler beide Sportarten ausüben.

Dies geschah im Frühjahr 1927. Der Verein konnte in der damaligen Erftgruppe schon im 2.Jahr die Gruppenmeisterschaft erreichen und infolgedessen in die 1. Kreisklasse aufsteigen.

Doch der Verein hatte permanent mit Nachwuchssorgen zu kämpfen. Umso schwerer war dann die Krise, in die der Verein durch die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht im Jahre 1935 gestürzt wurde.

Aus diesem Grunde kam es dann im Jahre 1936 zu einer Fusion mit dem Verein Niersquelle Kuckum unter dem Namen Spielvereinigung Keyenberg-Kuckum. Nicht nur für viele ältere Vereinsmitglieder wäre dies heutzutage undenkbar. 


Doch der Ausbruch des 2. Weltkrieges 1939 setzte allen sportlichen Tätigkeiten ein Ende. Das mörderische Ringen machte jahrelange Aufbauarbeit zunichte und forderte unersetzliche Opfer.

Erst in der Generalversammlung vom 27.01.1946 wurde beschlossen den Spielbetrieb der Fußballabteilung wieder aufzunehmen. Die ersten Jahre liefen, dank einiger Spieler aus der Vorkriegszeit, recht erfolgreich. Trotz ihres relativ hohen Alters halfen sie über manche Nachwuchssorgen hinweg.

Doch im Jahre 1949 zeichnete sich eine neuerliche Krise ab. Durch vermehrte Spielerabgänge und häufige Verletzungen stand nur noch abgezähltes Spielermaterial zur Verfügung.


Im August 1952 wurde der neue Sportplatz fertiggestellt. Die Umgestaltung des früheren Sumpfgeländes in eine Sportplatzanlage war keine Kleinigkeit gewesen, doch durch die aufopfernde Arbeit der Mitglieder und dank der Unterstützung der Gemeinde und des WSV wurde die schwierige Aufgabe glänzend gelöst.

Doch leider stieg man ausgerechnet im Jahr der Fertigstellung in die 2. Kreisklasse ab. Es mag wohl viel zu diesem Abstieg beigetragen haben, daß die Mannschaft wegen des Platzausbaus während der ganzen Saison auf fremden Plätzen ihre Spiele austragen mußte.

Nach dem Abstieg begann man mit dem Aufbau einer jungen Mannschaft. Nach Erringung der Gruppenmeisterschaft 1960/61 stieg man wieder in die 1. Kreisklasse auf.


Im zweiten Jahr nach dem Wiederaufstieg eilte man von Sieg zu Sieg. In 20 aufeinanderfolgenden Meisterschaftsspielen blieb man ungeschlagen. Nach Beendigung der Spielserie stand man punktgleich mit dem SV Holzweiler an der Tabellenspitze. Hierdurch war ein Entscheidungsspiel erforderlich geworden.

Das Spiel wurde in Erkelenz ausgetragen und endete 1:1 nach Verlängerung. Es kam 8 Tage später zu einem Wiederholungsspiel in Lövenich. Durch einen 4:3 Sieg wurde der TuS schließlich Kreismeister.

Bereits eine Woche später fanden die Aufstiegsspiele zur Bezirksklasse statt; und zwar auf neutralem Platz gegen die Meister der Kreise Heinsberg, Bergheim und Jülich. Das Spiel gegen den SV Lohn endete 2:2, wogegen die anderen Spiele gegen den SV Bedburg und SC Myhl jeweils mit 1:2 verlorengingen. Somit wurde der Aufstieg damals knapp verpasst.

(Quelle: Diverse Festschriften zu Vereinsjubiläen, Autor: Willi Abels)

Nach einigen recht erfolgreichen Jahren in der 1. und 2. Kreisklasse stieg man in der Saison 72/73 erstmalig in die 3. Kreisklasse ab. Doch der direkte Wiederaufstieg gelang und man konnte sich 6 Jahre in der 2. Kreisklasse, bzw. Kreisliga B halten.

In der Saison 79/80 stieg man allerdings zum zweiten Mal in die Kreisliga C ab und die Rückkehr in die B-Liga ließ diesmal 4 Jahre auf sich warten. In den Jahren ab 1984/85 spielte der TuS dann regelmäßig um den Aufstieg in die Kreisliga A mit, doch der Aufstieg ins Kreisoberhaus sollte erst 1992/93 gelingen.  Seither hat man insgesamt 4 Jahre in der Kreisliga A gespielt (letztmalig 2000/01). In den darauffolgenden Jahren sprang am Ende immer ein Mittelfeldplatz in der Kreisliga B heraus. Der Wiederaufstieg und der Aufbau einer jungen Mannschaft sind die vorrangigen Ziele des TuS.

to be continued...



Saison  Liga  Platz    S/ U/ N  Punkte  Tore 
1948/49    1. Kreisklasse       7.      9/ 2/ 11    20:24      46:55
1949/501. Kreisklasse  12.5/ 3/ 1813:3933:86
1950/511. Kreisklasse  10.8/ 3/ 1319:2933:60
1951/521. Kreisklasse  14.1/ 5/ 20 7:4521:70
1952/532. Kreisklasse  11.6/ 4/ 1416:3242:57
1953/542. Kreisklasse   9.6/ 5/ 1117:2739:50
1954/552. Kreisklasse   8.8/ 8/ 1024:2851:49
1955/562. Kreisklasse   3.11/ 6/ 528:1658:39
1956/572. Kreisklasse   5.16/ 3/ 735:1760:52
1957/582. Kreisklasse   5.12/ 2/ 1026:2264:39
1958/592. Kreisklasse   4.14/ 4/ 632:1666:31
1959/602. Kreisklasse   3.15/ 3/ 833:1976:46
1960/612. Kreisklasse   1.19/ 5/ 443:13103:30
1961/621. Kreisklasse   1.21/ 2/ 544:1290:45
1962/631. Kreisklasse   4.15/ 5/ 1035:2576:52
1963/641. Kreisklasse   8.8/ 5/ 1121:2744:46
1964/651. Kreisklasse   8.10/ 4/ 1224:2850:54
1965/661. Kreisklasse   5.12/ 5/ 929:2356:44
1966/671. Kreisklasse   4.10/ 8/ 628:2038:31
1967/681. Kreisklasse  13.5/ 5/ 1615:3744:69
1968/692. Kreisklasse   2.17/ 6/ 740:2054:39
1969/701. Kreisklasse  10.8/ 9/ 1125:3141:47
1970/711. Kreisklasse  13.7/ 6/ 1520:3640:67
1971/721. Kreisklasse  14.5/ 4/ 1714:3828:63
1972/732. Kreisklasse  16.5/ 5/ 2015:4534:45
1973/743. Kreisklasse   1.12/ 4/ 028:463:18
1974/752. Kreisklasse   7.9/ 10/ 1128:3264:62
1975/762. Kreisklasse   7.10/ 9/ 929:2749:41
1976/772. Kreisklasse   8.11/ 5/ 1227:2945:46
1977/782. Kreisklasse  14.9/ 6/ 1524:3645:59
1978/79Kreisliga B   5.13/ 4/ 1130:2663:59
1979/80Kreisliga B  14.7/ 6/ 1520:3640:59
1980/81Kreisliga C   3.18/ 3/ 739:1789:51
1981/82Kreisliga C  10.2/ 7/ 1111:2923:45
1982/83Kreisliga C   3.16/ 2/ 634:1467:41
1983/84Kreisliga C   1.18/ 3/ 139:564:12
1984/85Kreisliga B   3.13/ 10/ 536:2044:25
1985/86Kreisliga B   5.10/ 8/ 1028:2849:44
1986/87Kreisliga B   8.10/ 6/ 1226:3055:55
1987/88Kreisliga B   4.16/ 5/ 737:1964:36
1988/89Kreisliga B   2.17/ 10/ 144:1261:22
1989/90Kreisliga B   4.16/ 9/ 541:1953:23
1990/91Kreisliga B   3.17/ 6/ 540:1672:30
1991/92Kreisliga B   4.17/ 4/ 738:1891:49
1992/93Kreisliga B   2.18/ 5/ 341:1159:18
1993/94Kreisliga A  12.5/ 9/ 1219:3331:41
1994/95Kreisliga A  15.5/ 7/ 1617:3933:58
1995/96Kreisliga B  12.7/ 4/ 17  2544:68
1996/97Kreisliga B   4.13/ 6/ 7  4552:33
1997/98Kreisliga B   6.12/ 5/ 11  4172:63
1998/99Kreisliga B   3.18/ 9/ 3  6362:27
1999/00Kreisliga A  11.8/ 2/ 16  2643:55
2000/01Kreisliga A  15.7/ 1/ 22  2235:89
2001/02Kreisliga B   7.10/ 8/ 8  3847:39
2002/03Kreisliga B   5.10/ 6/ 10  3641:53
2003/04Kreisliga B   8.11/ 3/ 14  3640:53
2004/05Kreisliga B   9.10/ 5/ 13  3550:57
2005/06Kreisliga B  14.7/ 2/ 19  2340:78
2006/07Kreisliga C   3.14/ 2/ 6  4462:22
2007/08Kreisliga C   3.18/ 3/ 5  5781:38
2008/09
Kreisliga C   4.15/ 3/ 6  48
96:43
2009/10
Kreisliga C   2.16/ 4/ 6  5271:43


Saison      Liga                    Platz     S/ U/ N     Punkte    Tore   
1962/633. Kreisklasse   4.7/ 1/ 615:1338:32
1963/64nicht teilgenom.
1964/653. Kreisklasse   ?unbekannt
1965/663. Kreisklasse   5.1/ 0/ 72:1410:31
1966/673. Kreisklasse   ?unbekannt
1967/683. Kreisklasse   4.9/ 1/ 619:1343:24
1968/693. Kreisklasse   6.7/ 2/ 916:2045:40
1969/703. Kreisklasse  10.5/ 3/ 1213:2737:38
1970/713. Kreisklasse   ?unbekannt
1971/723. Kreisklasse   ?unbekannt
1972/733. Kreisklasse   9.9/ 3/ 1221:2744:80
1973/743. Kreisklasse  11.unbekannt
1974/753. Kreisklasse   ?unbekannt
1975/763. Kreisklasse   8.4/ 3/ 1111:2517:40
1976/773. Kreisklasse   ?unbekannt
1977/783. Kreisklasse   9.5/ 7/ 1017:2735:55
1978/79Kreisliga C  11.7/ 4/ 1318:3032:72
1979/80Kreisliga C  13.4/ 5/ 1713:3928:79
1980/81Kreisliga C  13.4/ 4/ 1812:4034:111
1981/82nicht teilgenom.
1982/83Kreisliga C  12.3/ 1/ 187:3744:89
1983/84Kreisliga C  13.3/ 4/ 1710:3830:73
1984/85Kreisliga C   7.9/ 2/ 1120:2427:49
1985/86nicht teilgenom.
1986/87Kreisliga C   6.9/ 3/ 1021:2338:41
1987/88Kreisliga C  10.6/ 2/ 1414:3041:68
1988/89Kreisliga C  12.2/ 2/ 186:3822:92
1989/90Kreisliga C  11.0/ 3/ 173:3725:82
1990/91Kreisliga C   ?unbekannt
1991/92nicht teilgenom.
1992/93Kreisliga C   4.16/ 5/ 537:1569:38
1993/94Kreisliga C   5.18/ 2/ 838:1897:48
1994/95Kreisliga C   8.13/ 2/ 1328:2858:54
1995/96Kreisliga C  12.4/ 0/ 20  1229:82
1996/97Kreisliga C   9.8/ 3/ 13  2750:79
1997/98Kreisliga C   9.5/ 3/ 14  1827:76
1998/99Kreisliga C  11.1/ 2/ 17   535:74
1999/00Kreisliga C  13.1/ 1/ 22   422:102

Diese Daten wurden zusammengetragen von Michael Kresse (www.fussballvereinsregister.de), bei dem sich der TuS recht herzlich bedankt.

Die letzten Recherchen für die Veröffentlichung des Fußballvereinsregister Heinsberg laufen noch, eine Veröffentlichung wird es im Sommer 2006 geben, dadurch sind die Heinsberger Chroniken noch mit der ein oder anderen Lücke versehen.

An dieser Stelle möchten wir auch auf die in Kürze bevorstehende Veröffentlichung des Mittelrhein-Almanach 2005 hinweisen.


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